Tradition seit 1898

Unser Betrieb steht bereits seit 1898 als Familienunternehmen im Dienste der Kunden!

1.11.1898 - Gründung der Schmiede in Finsterwalde
Firmengründer Ernst Richter kam aus Schönewalde und wurde durch die Schraubenfabrik in Finsterwalde angelockt. Er ließ sich hier nieder, baute zunächst Pferdewagen und beschlug die Pferde in Finsterwalde und der Umgebung. Seine Werkstatt eröffnete er in der Leipziger Straße - heute findet sich an dieser Stelle das Kjellberg-Gelände, die Werkstatt zog später ein paar Meter weiter in die Leipziger Str. 37. 

 

Hufbeschlag 1912 Hufbeschlag 1912

1931 wollte Ernst den Betrieb seinem ältesten Sohn Richard übergeben. Richard Richter war ein Mann der an die Zukunft glaubte, er begeisterte sich für Automobile, die noch stinkend und knallend die Pferde auf den Straßen erschreckten.
Der wollte jedoch aus der Schmiedewerkstatt seines Vaters eine Kraftfahrzeug-Werkstatt machen, stieß aber auf taube Ohren. "Das ist doch nur eine Modeerscheinung, die die Pferde nie ersetzen kann!", meinte sein Vater damals. Richard verließ darauf hin die Firma, kehrte jedoch zurück als dieser im Sterben lag. Er übernahm die Firma und bot seiner Kundschaft "Reparaturen an landwirtschaftlichen Maschinen, Traktoren und Lokomobilen, Hufbeschlag und Wagenbau" an.

 

Anzeige zur Firmenübergabe 1931 Anzeige zur Firmenübergabe 1931

1934 Richard Richter führte als erster Handwerksbetrieb in Deutschland das elektrische Lichtbogenhandschweißen ein. Unter seiner Hand wuchs der Betrieb und beschäftigte bis zu 15 Mitarbeiter. Da Richard nichts mit der Politik in den 30er Jahren zu tun haben wollte, bekam er keine Lehrlinge mehr zugeteilt. Beide Söhne mussten nun in seinem Betrieb lernen, obwohl der älteste Sohn bereits eine Lehrstelle als Koch hatte. 

1959 übernahmen seine beiden Söhne Rudolf und Hans die Firma
und verhalfen ihr zu dem heutigen Namen "Gebrüder Richter".

Rudolf war gelernter Schmied und bot Schmiedearbeiten an, während sein jüngerer Bruder Hans das Schlosserhandwerk erlernt hatte und nun Schlosserarbeiten durchführte. Die DDR sah selbstständige Betriebe nicht gern, man wehrte sich erfolgreich eine PGH zu bilden. Die Folge: der Betrieb wurde kleiner, hatte nur noch drei Mitarbeiter. Trotzdem fand man eine "sozialistische" Marktlücke: sie spezialisierten sich auf Anhängerkupplungen und wurden IFA-Vertragswerkstatt. Die Firma hatte gut zu tun, versorgte Kraftverkehre und LPG's. Der Betrieb wurde durch den ZIS Halle als Schweißfachbetrieb zum Schweißen von Lenkungsteilen zugelassen.

1993 zogen sich Rudolf und Hans aus dem Unternehmen zurück und überließen den Schmiedehammer Hans´ Sohn. So übernahm Hans-Ullrich die Firma und hat bis
heute die Eisen im Feuer. Der Firmenname "Gebrüder Richter" wurde aus Tradition beibehalten.

 

1998 besteht die Firma 100 Jahre. Aus diesem Anlass würdigte der Handwerkskammerpräsident die Leistungen der letzten 100 Jahre. Zum Geburtstag spendete die Firma einen Geldbetrag, z.T. aus Geldpräsenten der Gratulanten, an die Kinderkrebsstiftung in Cottbus für den Bau eines neuen Elternappartements.

2001 platzt der Betrieb aus allen Nähten. Das Betätigungsfeld ist gewachsen und es wird mehr Platz benötigt. Hans-Ullrich und seine Frau Claudia, seit 2000 als Betriebswirtin im Unternehmen beschäftigt, beschließen zu investieren. Ein neues Betriebsgebäude in Massen wird bezogen, neue Maschinen und ein Säulendrehkran werden angeschafft. Die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter konnten so vielfach verbessert werden.

Neuer Firmensitz 03238 Massen, Turmstraße 3a Neuer Firmensitz 03238 Massen, Turmstraße 3a